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Rückblick: Projektwoche Klasse 10


Die beiden zehnten Klassen bereiteten sich in einer Projektwoche gezielt auf die Facharbeit im kommenden Schuljahr vor. Dabei ging es um wissenschaftliches Arbeiten, sichere Quellenarbeit, spannende Archivarbeit und erste Einblicke in die Kolloquien der Jahrgangsstufe 11.

Die Facharbeit planen

Mit der Wissenschaftswoche begann für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 ein wichtiger Schritt in Richtung gymnasiale Oberstufe. Zu Beginn der Projektwoche standen organisatorische Fragen, der Aufbau einer Facharbeit, wissenschaftliches Schreiben und korrektes Zitieren im Mittelpunkt. Die Schüler und Schülerinnen des DPFA-Regenbogen-Gymnasiums beschäftigten sich damit, wie aus einem interessanten Thema eine klare Forschungsfrage entsteht. Schnell wurde deutlich: Eine gute Facharbeit braucht mehr als gesammelte Informationen. Sie braucht eine eigene Fragestellung, seriöse Quellen, einen roten Faden und einen gut geplanten Arbeitsprozess.

Methoden sicher anwenden

Am zweiten Projekttag rückten wichtige Forschungsmethoden in den Fokus. Die Schülerinnen und Schüler werteten Statistiken aus, hinterfragten Zahlen und übten, Ergebnisse verständlich einzuordnen. So wurde sichtbar, dass Daten erst durch kluge Fragen wirklich aussagekräftig werden. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Zeitzeugeninterviews. Die Jungen und Mädchen lernten, wie man Gespräche vorbereitet, passende Fragen formuliert und Antworten anschließend auswertet. 

Mehrere Personen sitzen in einem Seminarraum an Tischen. Vorne zeigt ein Bildschirm eine Präsentation mit historischem Foto. An den Wänden hängen Plakate und Filmstreifen.
Links blättern mehrere Personen mit Handschuhen in alten Zeitungen. Rechts ist ein Bildschirm mit einer digitalen Arbeitsseite zu sehen, darauf sind Kassetten und Textfelder abgebildet.

In der Wissenschaftswoche wurden die Schülerinnen und Schüler bei wichtigen Fragen rund um Organisation, Themenfindung und Vorbereitung zu ihrer Facharbeit betreut. So entstand Schritt für Schritt Sicherheit für die erste größere wissenschaftliche Arbeit am Gymnasium. Fotos: DPFA Zwenkau

Geschichte im Archiv erleben

Der Höhepunkt der Projektwoche war die Exkursion ins Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. Das Archiv bewahrt Selbstzeugnisse zu Widerstand, Opposition und Zivilcourage in der sowjetischen Besatzungszone und DDR aus der Region Leipzig und darüber hinaus. Als außerschulischer Lernort macht es Geschichte erfahrbar und ergänzt den Unterricht auf besondere Weise. Während das Stasi Unterlagenarchiv vor allem den Blick staatlicher Überwachung zeigt, stehen im Archiv Bürgerbewegung Leipzig die Demonstrierenden, Oppositionellen und engagierten Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt. Bei der Führung durch das Magazin erhielten die Schülerinnen und Schüler einen eindrucksvollen Einblick in die Arbeit mit historischen Quellen.

Ein prägender Moment war das Zeitzeugeninterview mit Christoph Motzer. Er war in den 1980er Jahren in verschiedenen Leipziger Oppositionsgruppen aktiv, unter anderem in der AG Umwelt, der AG Menschenrechte und der IG Leben. Außerdem gehörte er zu den Fotografen der Szene. Seine Erzählungen über Arbeitsalltag, gesellschaftliche Gleichgültigkeit und persönlichen Mut machten deutlich, wie wichtig Zivilcourage ist.

Auf einem Tisch liegen alte Zeitungen und blaue Mappen. Eine Zeitung trägt die Überschrift „Junge Welt“. Daneben liegen weitere Dokumente in Klarsichthüllen.
An einer Wand hängen mehrere handgemachte Protestplakate. Darauf stehen unter anderem Sätze zu Bleiberecht, Seenotrettung, Klimaschutz, Pflege und einem Klinikum.

Im Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. lernen Schulklassen Geschichte direkt an historischen Quellen kennen. Das Archiv bietet unter anderem Workshops, Projekttage und Lernmodule zur Friedlichen Revolution, zur Demokratisierung nach 1989 und 1990 sowie zu oppositionellem Handeln in der DDR an. Fotos: DPFA Zwenkau

Orientierung für Klasse 11

Lernen endet am DPFA-Regenbogen-Gymnasium Zwenkau nicht an der Klassenzimmertür. Schülerinnen und Schüler verbinden Fachwissen mit Anwendung, eigener Erfahrung und kritischem Denken. Zum Abschluss der Woche besuchten alle Zehntklässler und -klässlerinnen die Kolloquien der Jahrgangsstufe 11. Dadurch erhielten die Schülerinnen und Schüler einen direkten Eindruck davon, wie die Präsentation einer Facharbeit aussehen kann. Während der Projektwoche konnten die Jugendlichen der zehnten Klassen Perspektiven wechseln, eigene Fragen stellen und analog sowie digital mit Quellen, Methoden und historischen Erfahrungen arbeiten. So wird Lernen ganzheitlich, anwendungsorientiert und unterrichtsergänzend.